Initiative Gedenkstätte Eckerwald e.V.

 

Aktivitäten, Veranstaltungen und Aktuelles der Initiative KZ-Gedenkstätten
Eckerwald / Schörzingen und Dautmergen - Schömberg

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   Gedenken an Verstorbene

 


Rückblicke 2020


    Mitgliederversammlung  

am Mittwoch 21. Oktober  2020   um 19 Uhr  
in das Sitzungszimmer des Bürgerhauses/Ortschaftsverwaltung
Tannenstr.2, in Schörzingen

                          >> Einladungsschreiben mit Tagesordnung (pdf)
 


"Nie wieder Krieg!" - zu dieser nach den Gräueln des Zweiten Weltkrieges nicht eingelösten Forderung lädt die Initiative Gedenkstätte Eckerwald am dritten Oktober 2020 zu einem Rundgang in das Ruinengelände des Eckerwalds ein. Besucher sind herzlich eingeladen, sich an sieben Stationen anhand von Texten, Bildern und Toninstallationen, themenbezogen mit Argumenten gegen den Krieg, ein eigenes Bild zu machen.

Der Weg beginnt mit dem Aufruf „Nie wieder Krieg!“. In der zweiten Station werden Auszüge aus der Rede des ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker vom 8. Mai 1985 präsentiert. Weiter geht es über „Konzentrationslager im Nationalsozialismus“ zu Recherchen über Opfer aus KZ's in unserer Gegend, zu Bildern aus dem Zweiten Weltkrieg , zu nicht eingelösten Versprechen für eine friedliche Welt bis zur Vernichtung der Welt durch einen Atomkrieg. Anstatt des seit Jahren stattfindenden Stationentheaters mit Schülern, sind Corona-bedingt individuelle Rundgänge in der Zeit von 10 bis 16 Uhr im Eckerwald möglich; Mitglieder der Initiative Gedenkstätte Eckerwald stehen vor Ort zu Fragen oder Erläuterungen zur Verfügung. Bei schlechtem Wetter sind die Stationsinformationen in der Kapelle in Schörzingen zu sehen. "

>> Fotogalerie, Bilder der Installationen / Ausstellung in der Kapelle in Schörzingen

>> Presseberichte


Mit dem Herzen im »Eckerwald« 

Gedenkstätte - Abgesagte Feierstunde / 75 Jahre nach der Befreiung /
Blumen für die Verstorbenen

»Nie wieder Krieg«: Dieser uneingelöste Aufruf von Käthe Kollwitz aus dem Jahr 1924 stand als Mahnmotto für die Begegnungswoche mit internationalen Gästen und Zeitzeugen der Initiative Gedenkstätte Eckerwald.  

 

Mitglieder des Vorstands und Beirats der Initiative Gedenkstätte Eckerwald legen an der ursprünglich geplanten, aber abgesagten Gedenkfeier am 26. April auf dem KZ-Friedhof Schömberg Blumen für die Verstorbenen nieder.

Foto und Text: Heide  Friederichs  

Rottweil/Schömberg. Doch diese und die zentrale Gedenkfeier, in diesem Jahr auf dem KZ-Friedhof Schömberg, mussten wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden. Für die Initiative war zu einem frühen Zeitpunkt klar, dass sie ihren wenigen Zeitzeugen aus Polen, aber auch den Gästen aus Norwegen, Slowenien, den Niederlanden, aus Frankreich, Luxemburg, Österreich, Ungarn und der Schweiz die Reise nicht zumuten konnte.

Seit 1995 führt die Initiative Gedenkstätte Eckerwald diese Begegnungswochen durch, und zum ersten Mal wird diese immer sehr bewegende Gedenkfeier nicht stattfinden können. 75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges und 75 Jahre nach der Auflösung der KZ-Lager und der Befreiung der Häftlinge des Komplexes Wüste an der ehemaligen Bahnstrecke von Rottweil nach Tübingen sollte die Gedenkfeier auf dem KZ-Friedhof Schömberg diesem Datum verpflichtet sein.

Erinnerung lebt

»Tausende Häftlinge der Wüste-Lager konnten die Befreiung nicht mehr erleben. Sie hatten gelitten unter Hunger, Kälte und Seuchen, sie wurden Opfer der katastrophalen Verhältnisse, von Ausbeutung und Terror. Und für diejenigen, die überlebten, kam die Befreiung nach den mörderischen Strapazen der Todesmärsche«, schrieb die Vorsitzende der Initiative, Brigitta Marquart-Schad, in ihrer diesjährigen Einladung.

Zum Thema der Auflösung der Wüste-Lager hätte auch der Kreisarchivar aus Balingen, Andreas Zekorn, die zentrale Gedenkrede gehalten, ebenso hätten Überlebende und Angehörige der Wüste-Lager Schörzingen, Schömberg, Dautmergen ihre Grußworte an die Anwesenden gerichtet.

Seit vielen Jahren besuchten Überlebende Schulen, um ein ganz persönliches Zeugnis des verbrecherischen NS-Regimes weiterzugeben. In diesem Jahr waren acht Schulen in den drei Landkreisen Tuttlingen, Zollernalb und Rottweil vorgesehen.

Freundschaft statt Terror

Jacek Zieliniewicz aus Bydgoszcz/Polen, ein großer Freund und ein inzwischen verstorbener Zeitzeuge, war dieses Vermächtnis an die nachkommende Generation ein Herzensanliegen: Dieser Terror dürfe sich nicht wiederholen, sondern Freundschaft solle die Völker verbinden. In Erinnerung an ihn und alle Freunde der Initiative Gedenkstätte Eckerwald war eine Performance mit Schülern aus Rottweiler Gymnasien unter der Leitung von Gerhard Lempp zum diesjährigen Motto: »Nie wieder Krieg« vorgesehen. Einige Namen von Verstorbenen im KZ Dautmergen sollten vorgetragen und Nachlass-Texte von ihnen gelesen werden.

Einer, der die Todesfabrik KZ Dautmergen überlebte, war Tadeusz Borowski, geboren am 12. November 1922 in Schytomyr. Am 3. Juli 1951 schied er in Warschau mit 29 Jahren aus dem Leben. Er beschließt die letzte Strophe seines Gedichtes mit den Worten: »So lieg ich in der Baracke, ich, Rühmer menschlichen Lebens, mit den Fingern fass ich wie Vogelflug Mythos, Legende, nach einem Zeichen in Menschenaugen such ich vergebens, es gibt nur noch Schaufel und Erde, Suppe und zitternde Hände.«


Absagen

Aufrund der Coronavirus-Situation  wurden leider diese Veranstaltungen abgesagt:

Die  Begegnungswoche mit all ihren Veranstaltungen vom 22.April - 27. April 2020 besonders der Gedenkfeier am 26. April 2020 um 10 Uhr auf dem KZ Friedhof in Schömberg

 


abgesagt !

Flyer   1 / 2

 


Rückblicke

                   

 

 

Artikel über unsere Veranstaltung zum Holocaustgedenktag am 27.Januar 2020


Für interessierte Radio-Hörer:

am So. 07.06.2020 kommt auf Radio Antenne 1 Neckarburg von 8 - 10 Uhr ein

Interview mit Willi Koch über die Initiative Gedenkstätte Eckerwald.


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Die Eckerwaldbroschüre

         „WÜSTE 10 – Gedenkpfad Eckerwald“,

die 1991 zum ersten Mal erschien, wurde in den vergangenen Jahren gründlich überarbeitet.
Aus der ursprünglichen Broschüre mit ihren 64 Seiten ist jetzt eine umfangreiche Arbeit mit über 200 Seiten geworden.

Auf der Basis vieler inzwischen dazugewonnener Erkenntnisse wurde unter Federführung von Gerhard Lempp gemeinsam mit einer Arbeitsgruppe, der Alfons Bulach, Heide Friederichs, Renate Greve, Helga Hanisch und Brigitta Marquart-Schad angehörten, das Werk neu konzipiert.

>> Weitere Informationen (pdf)
 

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