Initiative Gedenkstätte Eckerwald e.V.

 

    Liste der in den Lagern Schömberg und Dautmergen in den Jahren 1944/45            umgekommenen Häftlinge

 

Entlang der Bahnlinie Tübingen – Rottweil sind im Zeitraum 1944/45 sieben Außenlager durch die Nationalsozialisten betrieben worden. Diese Lager waren Außenlager des Zentrallagers Natzweiler-Struthof.

In primitiven Industrieanlagen sollte aus Ölschiefer Dieselöl hergestellt werden („Unternehmen Wüste“). Unter unmenschlichen Arbeits- und Lebensbedingungen sind zahllose KZ-Häftlinge in diesen Lagern im Zeitraum zwischen Herbst 1944 und Frühjahr 1945 umgekommen. Die Namen der über 1100 Toten des Lagers Bisingen lassen sich leider nicht mehr rekonstruieren. Diese Listen wurden von den Nazis vernichtet. Aus den kleinen Lagern Frommern, Erzingen und Dormettingen ist nichts über Todesopfer bekannt. Es ist möglich, dass es dort keine Toten gab.

Aber die Namen der in den Lagern Schömberg (dem sogenannten Bahnhofs-KZ) und vor allem dem Lager Dautmergen gestorbenen Zwangsarbeiter konnten verifiziert werden und sind in der unten aufgeführten Liste aufgeführt. Diese Menschen kamen aus Belgien, Frankreich, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Rumänien, Russland, der Schweiz, aus Serbien, Slowenien, Tschechien,  Ungarn, Weißrussland, der Ukraine und Deutschland. Sie waren vor allem jüdischer Herkunft, aber oft auch willkürlich Gefangene der nationalsozialistischen Herrschaft und des Terrorkommandos, das in den Gebieten ausgeübt wurde, die durch die deutsche Wehrmacht nach 1939 eingenommen worden waren. Eine beachtliche Zahl von ihnen waren Roma. Die Zahl nach dem Namen bezeichnet das Sterbealter  dieser Zwangsarbeiter. Der KZ- Friedhof von Schömberg ist zu einer Gedenkstätte der Opfer geworden. Hier sind die unten aufgeführten Namen auf einem Gedenkstein in Würfelform aufgezeichnet.


Liste der in den Lagern Schömberg und Dautmergen in den Jahren 1944/45            umgekommenen Häftlinge


Liste der im Lager Schörzingen 1944/45 umgekommenen Häftlinge

Im KZ Schörzingen befanden sich über 1000 Häftlinge, überwiegend aus dem politischen Widerstand der besetzten Länder Europas. Aber auch Kriegsgefangene waren darunter. Die Zustände im Lager waren katastrophal. Für den Aufbau von „Wüste 10“ wurden täglich ca. 500 Häftlinge abkommandiert. Die anderen schufteten in der Untertage-Ölproduktion nahe des KZ Schörzingen.